Häusliche Gewalt gegen Frauen darf kein Tabuthema sein

stamp_germany_2000_minr2093_keine_gewalt_frauenDer 25. November ist der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“. In ganz Deutschland fanden zahlreiche Aktionen statt, die auf dieses Thema aufmerksam machten, auch in Aachen.

In Aachen hatte der Fachausschuss Gewalt gegen Frauen zu einer Fachtagung eingeladen. Einen Tag vor dem jährlichen Gedenktag fand in der VHS eine Tagung zur häuslichen Gewalt gegen Migrantinnen statt.
Etwa 100 Fachleute setzten sich mit diesem Thema engagiert auseinander, um Defizite aufzudecken, den Zugang zum Hilfsangebot zu erleichtern und zu verbessern.

Ich habe mich gefreut zur Eröffnung dieser Tagung ein Grußwort sprechen zu dürfen, da mir dieses Thema sehr wichtig ist.
Gewalt gegen Frauen ist ein öffentliches Thema und darf nicht tabuisiert werden, nur dann sind wirkliche Fortschritte möglich und   dazu hat die Veranstaltung in der VHS Aachen ein Stück beigetragen.
 
Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein weltweites Problem und auch   in Deutschland an der Tagesordnung. Jede vierte Frau in Deutschland ist von Gewalt durch den eigenen Partner betroffen. Und häusliche Gewalt betrifft alle gesellschaftlichen Schichten und alle Nationalitäten.  

Studien zeigen, dass Migrantinnen in Deutschland zwar nicht häufiger, aber oft schwerer unter Gewalt durch einen Lebenspartner zu leiden haben als deutsche Frauen. Für diese Frauen sind oft sprachliche, kulturelle oder auch ausländerrechtliche Probleme Hinderungsgründe um Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen zu können.

Gewalt gegen Frauen ist nicht nur ein Frauenthema,   sondern ein zentrales   gesellschaftspolitisches Thema, das beide Geschlechter betrifft.
Eine breite gesellschaftliche Ächtung von häuslicher Gewalt sehe ich als Voraussetzung für den Erfolg im Kampf gegen häusliche Gewalt und für die Anerkennung der Menschenwürde.

Von Kofi Anan stammt der folgende Satz: „Gewalt gegen Frauen kennt keine Grenzen, weder geographische, noch kulturelle, noch im Hinblick auf materiellen Wohlstand. Solange sie anhält, können wir nicht behaupten, dass wir wirkliche Fortschritte in Richtung Gleichstellung der Geschlechter, Entwicklung und Frieden machen.“ (New York 2000).

Die Realität zeigt uns, dass leider  noch sehr viele „Fort-„Schritte nötig sind.hinsehen-u-handeln-gewalt-gegen-frauen

Rosen – ein Symbol für Frauenrechte

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Quelle: http://www.transfair.org/aktiv/weltfrauentag.html

Viele Frauen freuen sich über die geschenkte Rose zum Internationalen Frauentag am 08. März.   Ein großer Teil dieser Blumen kommt aus Ostafrika und Lateinamerika.   Aus Ländern, in denen Arbeits- und Gesundheitsschutz oft keine große Rolle spielen.

Zusammen mit dem Aachener Weltladen habe ich am Samstag „fair gehandelte“ Rosen an Passantinnen verteilt, um auf die Missstände und schlechten   Arbeitsbedingungen auf den Blumenfarmen aufmerksam zu machen.

Meist sind es Frauen, die die Arbeit auf den Blumenfarmen verrichten:
pflanzen, pflegen, schneiden und versandfertig machen für den Weg nach Europa.
Die Arbeitsbedingungen sind häufig von niedrigen Löhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und hohem Einsatz von zum Teil hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln bestimmt. Es gibt keine Aufklärungsarbeit und keinen Arbeitsschutz etwa durch Handschuhe oder einen Mundschutz. Auch auf Schwangere wird keine Rücksicht genommen und so sind behinderte Kinder oder Totgeburten keine Seltenheit.

Fair gehandelte Produkte schaffen, wie bspw. auch bei Kaffee und Kakao,   ebenso im Blumenhandel   Arbeitsplätze mit sozialen und ökologischen Standards für die ArbeiterInnen auf den Farmen.
Wir als Verbraucher können durch unser Verhalten hier etwas verändern. Unser Einkaufsverhalten übt Druck auf die Hersteller aus. Auch wenn es momentan nur in wenigen Läden Blumen aus fairem Handel zu kaufen gibt, so gehe ich davon aus, dass diese  Blumen mit der Zeit ganz selbstverständlich sein werden, wie Bio-Produkte.

Auch nach 100 Jahren Internationaler Frauentag und vielen positiven Veränderungen für die Rechte der Frauen besteht immer noch dringender Handlungsbedarf und ein Eintreten für Frauenrechte in vielen Lebensbereichen und in allen Teilen der Welt.