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14. Jun. 2011

Die Preisträgerin des Aachener Friedenspreises von 1995 hat bei den Parlamentswahlen in der Türkei am 12.06.11 ein Direktmandat gewonnen und kehrt damit nach 20 Jahren wieder ins türkische Parlament zurück.
Leila Zana war bereits 1991 als Abgeordnete ins Parlament eingezogen.
Bei ihrer Vereidigung hatte sie in kurdischer Sprache ihren Eid ergänzt mit dem Satz, dass sie sich für das brüderliche Zusammenleben von Türken und Kurden einsetzen wolle. Die kurdische Sprache verknüpfte man mit der PKK und Leila damit als vermeintliche Unterstützerin der PKK. Grund genug für die türkischen Gerichte sie und andere kurdische Politiker zu einer langjährigen Freiheitsstrafe zu verurteilen. Leila Zana kam erst 2004 wieder frei.

20 Jahre später kann Leila Zana nun ihre parlamentarische Arbeit fortsetzen oder besser gesagt: beginnen. Die Kurdenpartei BDP ist einer der großen Wahlsieger in der Türkei, immerhin stellt sie jetzt 36 Abgeordnete im neuen Parlament. Um die 10% Hürde zu umgehen, waren die Politiker als Unabhängige angetreten und schließen sich nun als Parlamentarier zu einer Fraktion zusammen.

Ich freue mich, dass Leila Zana wieder den Sprung ins Parlament  geschafft hat und hoffe auf eine konstruktive Lösung des immer noch schwelenden Konfliktes mit den Kurden.

TAZ: Wahl in der Türkei - Überraschungssieger Kurden

29. Mrz. 2011

Der iranische Kulturverein Rahaward in Aachen hatte zum 100. internationalen Frauentag ein Konzert mit einer bekannten iranischen Künstlerin organisiert.

Zuvor sparch Kerstin Müller MdB zum Thema Frauen und Menschenrechte. Mein Grußwort zu dieser Veranstaltung finden Sie ab 3:34

18. Feb. 2011

frauenquote1Frauen sind aus Führungspositionen nicht mehr wegzudenken.  Aber es sind nur einzelne Frauen, die bis an die Spitze kommen, denn die Führungspositionen in der Wirtschaft sind fest in Männerhand. Das gleiche gilt auch für Aufsichtsräte, auch hier sind Frauen kaum zu finden. Ihr Anteil liegt in den 200 größten Unternehmen bei nur knapp 2 Prozent.
Einzelne Ministerinnen der schwarz-gelben Bundesregierung kritisieren zwar den niedrigen Frauenanteil in den Aufsichtsräten, setzen aber weiter darauf, dass sich die Wirtschaft freiwillig bewegt. Dies wäre natürlich die Idealvorstellung zum Erreichen der Gleichstellung, aber ein Gutachten zum Gleichstellungsbericht der Bundesregierung kommt zu dem Ergebnis, dass es bis zur Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in Deutschland noch ein weiter Weg ist und fordern:
Minijobs abschaffen und Aufsichtsräte quotieren. Die Regelung der Freiwilligkeit hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht annähernd den erwünschten Erfolg gebracht, daher müssen gesetzliche Regelung her, die hier eine wirkliche Gleichstellung ermöglichen.

Andere europäische Länder machen es uns vor:
In Norwegen gilt seit 2006 die 40%-Quote in den Kontrollgremien der börsennotierten Unternehmen. Trotz anfänglichen Widerstands aus der Wirtschaft ist das Gesetz inzwischen erfolgreich umgesetzt. In Frankreich wurde eine Quote von 20% beschlossen, umzusetzen innerhalb von 3 Jahren,  die innerhalb weiterer 6 Jahre auf 40% steigen soll.  Finnland und Spanien haben ähnliches festgeschrieben. Sogar die EU-Kommision denkt über gesetzliche Quoten nach, wenn sich der Frauen-Anteil in Aufsichtsräten nicht verändert.

Am 1. April findet im Rahmen einer Tagung des Landesweiten Frauenforum der Grünen NRW  eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema statt:

Freitag, 01.04.2011, 19.30 – 21.00 Uhr, „forum M“, Buchkremerstr. 1-7

„Spitzenaussichten für Frauen“ – Mehr Frauen in die Aufsichtsräte
Auf dem Podium sitzen
Ministerin Barbara Steffens, Ministerium f. Gesundheit, Emanzipation, Pflege u. Alter NRW
Gesandte Merete K. Wilhelmsen, Leiterin der Politischen Abteilung der Norwegischen Botschaft in Deutschland
Marion Moss, Aachener Regionalgruppe „Nürnberger Resolution“
Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer IHK Aachen

Es verspricht eine spannende Diskussion zu werden und ich freue mich auf einen regen Zuspruch zu dieser Veranstaltung.

13. Jan. 2011

safe_imageAm 20.01.11 liest Nuran Joerißen im Grünen Zentrum aus ihrem Buch “Süßer Tee”.  Darin erzählt sie ihre ganz persönliche Geschichte,  ihre Erfahrungen in ihrem Heimatland Türkei und ihrer neuen Heimat Deutschland. Nuran rebellierte immer wieder gegen kulturelle Traditionen, die ihr Recht auf Selbstbestimmung einschränkten. Ihr Buch ist ein Appell, die Dinge beim Namen zu nennen und für Menschenrechte zu kämpfen. Heute lebt sie in Heinsberg mit ihrer Familie und nutzt ihre Erfahrungen, um in der Region Projekte der Integration aufzubauen und zu unterstützen.

Im Anschluss an die Lesung wollen wir mit Nuran über ihr Buch, ihre Themen und die Integrationspolitik in unserem Land und in Aachen diskutieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn an diesem Abend viele Interessierte den Weg ins Grüne Zentrum finden. Das Thema jedenfalls verspricht eine spannende Diskussion.

20.01.11   -  19 Uhr, Grünes Zentrum, Franzstr. 34

www.nuranjoerissen.de

2. Dez. 2010

… dies war das Thema unseres Gastvortrages an der RWTH im Rahmen des Seminars “Gender and Organisations”. Zusammen mit Jochen Luczak habe ich Gender aus Grüner Sicht und auch eigenen Erfahrungen beleuchtet und anschließend mit den StudentInnen diskutiert.

Begleitet hat uns Johanna Schubert, die  ihre Eindrücke zu dieser Veranstaltung in einem interessanten Bericht festgehalten hat.

Johannas Bericht finden Sie hier

johanna_schubert

1. Dez. 2010

stamp_germany_2000_minr2093_keine_gewalt_frauenDer 25. November ist der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“. In ganz Deutschland fanden zahlreiche Aktionen statt, die auf dieses Thema aufmerksam machten, auch in Aachen.

In Aachen hatte der Fachausschuss Gewalt gegen Frauen zu einer Fachtagung eingeladen. Einen Tag vor dem jährlichen Gedenktag fand in der VHS eine Tagung zur häuslichen Gewalt gegen Migrantinnen statt.
Etwa 100 Fachleute setzten sich mit diesem Thema engagiert auseinander, um Defizite aufzudecken, den Zugang zum Hilfsangebot zu erleichtern und zu verbessern.

Ich habe mich gefreut zur Eröffnung dieser Tagung ein Grußwort sprechen zu dürfen, da mir dieses Thema sehr wichtig ist.
Gewalt gegen Frauen ist ein öffentliches Thema und darf nicht tabuisiert werden, nur dann sind wirkliche Fortschritte möglich und  dazu hat die Veranstaltung in der VHS Aachen ein Stück beigetragen.
 
Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein weltweites Problem und auch  in Deutschland an der Tagesordnung. Jede vierte Frau in Deutschland ist von Gewalt durch den eigenen Partner betroffen. Und häusliche Gewalt betrifft alle gesellschaftlichen Schichten und alle Nationalitäten. 

Studien zeigen, dass Migrantinnen in Deutschland zwar nicht häufiger, aber oft schwerer unter Gewalt durch einen Lebenspartner zu leiden haben als deutsche Frauen. Für diese Frauen sind oft sprachliche, kulturelle oder auch ausländerrechtliche Probleme Hinderungsgründe um Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen zu können.

Gewalt gegen Frauen ist nicht nur ein Frauenthema,  sondern ein zentrales  gesellschaftspolitisches Thema, das beide Geschlechter betrifft.
Eine breite gesellschaftliche Ächtung von häuslicher Gewalt sehe ich als Voraussetzung für den Erfolg im Kampf gegen häusliche Gewalt und für die Anerkennung der Menschenwürde.

Von Kofi Anan stammt der folgende Satz: „Gewalt gegen Frauen kennt keine Grenzen, weder geographische, noch kulturelle, noch im Hinblick auf materiellen Wohlstand. Solange sie anhält, können wir nicht behaupten, dass wir wirkliche Fortschritte in Richtung Gleichstellung der Geschlechter, Entwicklung und Frieden machen.“ (New York 2000).

Die Realität zeigt uns, dass leider noch sehr viele “Fort-”Schritte nötig sind.hinsehen-u-handeln-gewalt-gegen-frauen

4. Aug. 2010

   frauenfussball                                                                                                                                                                                                                                

Herzlichen Glückwunsch den jungen Frauen der deutschen U20-Fußballnationalmannschaft, sie haben den Weltmeistertitel geholt und damit das Sommermärchen 2010 vollendet.

Fast abseits der Medien hat in Deutschland wieder eine Fußball-Weltmeisterschaft stattgefunden - im Juniorenbereich - und bereits zum zweiten Mal haben die deutschen Mädels die WM gewonnen.
Gastgeber Deutschland besiegte im Finale die Mannschaft Nigerias mit 2:0.  Eine tolle Leistung: in 6 Spielen - 6 Siege. Ich finde, sie haben mehr öffentliche Anerkennung verdient, als nur eine Randnotiz in den Medien zu sein, immerhin war es auch die erste WM der Junioren in unserem Land.
Nach dem Rummel um die Fußball WM der Männer in Südafrika, bei der auch ich natürlich mitgefiebert habe, wünsche ich mir, dass  die Öffentlichkeit etwas mehr Anteil am deutschen Frauenfußball nimmt. Seit Jahren spielen die Frauen der Nationalmannschaft international auf höchstem Niveau und sind amtierende Weltmeister.
Im kommenden Jahr werden sie ihren WM-Titel verteidigen und das im eigenen Land. Es wird wieder eine Weltmeisterschaft in Deutschland geben und ich wünsche mir, dass dieses Ereignis auch bei uns den Stellenwert in der Öffentlichkeit haben wird, der der großartigen Leistung entspricht. Ich finde die U20-Mädels haben mit ihrem Sieg die Vorfreude auf die Frauenfußball-WM 2011 geweckt.

Übrigens: Im September 2010 findet in Trinidad und Tobago die Fußball-Weltmeisterschaft der weiblichen Jugend-U17 statt und wieder haben sich die deutschen Mädels für eine Teilnahme qualifiziert. Vielleicht können wir dann in Kürze drei amtierende WM Titel für die deutschen Fußballerinnen feiern?
Ich drücke den Mädels ganz fest die Daumen.

http://www.womensoccer.de/2010/08/01/deutschland-ist-u20-weltmeister/

fussball

25. Mrz. 2010

datum_09-kleiner1 

Wir schreiben das Jahr 2010 und noch immer ist der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland sehr hoch. Der Bruttoverdienst von Frauen lag auch in 2008 mit über 23% unter dem Einkommen von Männern und damit steht Deutschland im Ländervergleich ganz schlecht da. In Europa sind wir lt. einer Veröffentlichung der EU im Jahresvergleich 2007 an siebtletzter Stelle und damit eines der Schlusslichter – und das schon seit Jahren.

Das Datum für den Equal Pay Day wird übrigens jedes Jahr neu festgelegt, es richtet sich nach dem Zeitraum, der den nach neuesten Statistiken ermittelten Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern in Deutschland markiert. Will heißen, Frauen müssen in Deutschland bis zum 26. März arbeiten, um das zu verdienen, was Männer bei uns schon am 31.12. des vergangenen Jahres in der Gehaltstüte haben.

Am Equal Pay Day weisen Frauen bundesweit in vielen Aktionen auf diese Ungleichbehandlung hin und fordern den Abbau der Lohnunterschiede. Auch in Aachen werden am Freitag Frauen aktiv sein, um auf dieses Missverhältnis hinzuweisen.  Ich unterstütze den Aachener Flashmob um 15 Uhr vom Geldbrunnen zum Elisenbrunnen  sehr gerne und freue mich auf eine wirkungsvolle Aktion mit einer hoffentlich sehr großen Beteiligung.

Einen großen Schritt zur Gleichstellung in der Arbeitswelt haben wir gemacht, wenn der Equal Pay Day abgeschafft werden kann, weil er auf den 31. Dezember fällt.

8. Mrz. 2010
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Quelle: http://www.transfair.org/aktiv/weltfrauentag.html

Viele Frauen freuen sich über die geschenkte Rose zum Internationalen Frauentag am 08. März.  Ein großer Teil dieser Blumen kommt aus Ostafrika und Lateinamerika.  Aus Ländern, in denen Arbeits- und Gesundheitsschutz oft keine große Rolle spielen.

Zusammen mit dem Aachener Weltladen habe ich am Samstag „fair gehandelte“ Rosen an Passantinnen verteilt, um auf die Missstände und schlechten  Arbeitsbedingungen auf den Blumenfarmen aufmerksam zu machen.

Meist sind es Frauen, die die Arbeit auf den Blumenfarmen verrichten:
pflanzen, pflegen, schneiden und versandfertig machen für den Weg nach Europa.
Die Arbeitsbedingungen sind häufig von niedrigen Löhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und hohem Einsatz von zum Teil hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln bestimmt. Es gibt keine Aufklärungsarbeit und keinen Arbeitsschutz etwa durch Handschuhe oder einen Mundschutz. Auch auf Schwangere wird keine Rücksicht genommen und so sind behinderte Kinder oder Totgeburten keine Seltenheit.

Fair gehandelte Produkte schaffen, wie bspw. auch bei Kaffee und Kakao,  ebenso im Blumenhandel  Arbeitsplätze mit sozialen und ökologischen Standards für die ArbeiterInnen auf den Farmen.
Wir als Verbraucher können durch unser Verhalten hier etwas verändern. Unser Einkaufsverhalten übt Druck auf die Hersteller aus. Auch wenn es momentan nur in wenigen Läden Blumen aus fairem Handel zu kaufen gibt, so gehe ich davon aus, dass diese Blumen mit der Zeit ganz selbstverständlich sein werden, wie Bio-Produkte.

Auch nach 100 Jahren Internationaler Frauentag und vielen positiven Veränderungen für die Rechte der Frauen besteht immer noch dringender Handlungsbedarf und ein Eintreten für Frauenrechte in vielen Lebensbereichen und in allen Teilen der Welt.

13. Aug. 2009

hilde_garten

 

Ein Interview in einer etwas anderen Atmosphäre führte ich mit Redakteuren der Aachener Nachrichten bei mir zu Hause.
Bei Kaffee und Frühstücksbrötchen unterhielten wir uns über meine Kandidatur als OB-Kandidatin der Grünen und den Wahlkampf.
Thema  war natürlich auch die Frage nach einer Wahl-Empfehlung für Karl Schultheis. Ich bleibe bei meiner klaren Aussage „Nein“, denn ich bin von den Mitgliedern der Grünen als OB-Kandidatin nominiert worden und aus der Partei gibt es keine andere Option. „Das ist eine demokratische Wahl. Es sollte nicht immer alles in Hinterzimmern geregelt werden. Ich mache bis zum Schluss einen offensiven Wahlkampf für grüne Inhalte.“ Natürlich haben wir gemeinsam mit der SPD in der vergangenen Legislaturperiode sehr viel erreicht und umgesetzt und hoffen, dass wir diese Politik – in bewährter Koalition – fortsetzen können.
Bei aller Diskussion - nicht vergessen werden sollte der Blick auf den politischen Gegner, die CDU.  Marcel Philip ist jedenfalls im Rat bis jetzt politisch nicht aufgefallen.
Ich erfahre derzeit viel Unterstützung aus der Bevölkerung, vor allem Frauen sehen meine Kandidatur als positiv und machen mir Mut.
Trotz aller Anstrengungen macht mir der Wahlkampf viel Spaß und bringt mit jeder Veranstaltung neue Herausforderungen. Ich stelle mich diesen gerne.

Vielen Dank für das angenehme und interessante Gespräch.

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