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19. Apr. 2011

aachen-brand1

Den Auftakt zu den „Stadtspaziergängen“ mit Herrn Oberbürgermeister Philipp, meinen BürgermeisterkollegInnen, den BezirksbürgermeisterInnen und vor allem mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern des jeweiligen Stadtteiles machten wir am 12.04.11 in Brand.

Es ist eine neue Art der Bürgerbeteiligung und lässt auch uns Bürgermeister die Stadtbezirke etwas anders und im Detail kennenlernen. Die Route in Brand war von der Bezirksvertretung ausgearbeitet. Eine größere Gruppe interessierter und engagierter Bürger begleitete uns und es wurden die verschiedensten Themen und Probleme angesprochen, Verbesserungsvorschläge angebracht und Ideen geäußert.

Im Anschluss an den Rundgang folgte eine Bürgersprechstunde im Bezirksamt.

Ich fand den Auftakt der Stadtspaziergänge sehr interessant und freue mich auf die nächsten Rundgänge in anderen Stadtteilen. Als nächstes wird es in Eilendorf weitergehen, sobald der Termin feststeht, werde ich diesen hier gerne veröffentlichen.

AN:  Stadtspaziergang - Zur Premiere erklingt das Glockenspiel 

AZ: Wo die Welt noch ziemlich in Ordnung ist

12. Apr. 2011

percyschmeiser

Ende März war Percy Schmeiser mit seiner Gattin in den Kurparkterrassen Aachen zu einem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion. Sein Vortrag hat mich sehr beeindruckt und ich glaube die etwa 350 Besucher ebenso.

Percy Schmeiser ist Träger des Alternativen Nobelpreises,  kanadischer Farmer und Saatgutzüchter und wirbt für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Seine eigene Erfahrung zeigt, dass konventioneller Anbau und der Anbau von gentechnik- veränderten Pflanzen nebeneinander nicht möglich sind. Auf seinen eigenen Rapsfeldern hatte sich von Nachbarfeldern auch genveränderter und patentierter Raps des Biochemie-Konzerns Monsanto untergemischt. Percy Schmeiser nutzte einen Teil seiner Ernte für die Wiederaussaat auf seinem Land und wurde von Monsanto wegen Patentverletzung verklagt, da sich der Monsanto-Raps nun in seinem Saatgut befand.
Er und seine Frau kämpften viele Jahre gerichtlich gegen Monsanto und haben letztendlich erreicht, dass Monsanto die genveränderten Pflanzen von Schmeisers Anbaufläche beseitigen musste.
Gemeinsam mit seiner Frau erhielt er 2000 den Mahatma Ghandi Award und  wurde 2007 für seinen Widerstand gegen Monsanto und die Grüne Gentechnik mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Greenpeace Aachen über die Veranstaltung mit Percy und Louise Schmeiser

Grüne Aachen zur Gentechnikfreien Landwirtschaft

7. Apr. 2011

 

Herzlichen Glückwunsch, Jessica !!!

 

 

Jessica Balogun hat zum 13. Mal erfolgreich ihren Weltmeistertitel im Weltergewicht  der WIBA und der WFC verteidigt.

Die 22jährige Aachenerin hat in einem spannenden Boxkampf ihre brasilianische Herausforderin besiegt und damit einmal mehr ihre weltmeisterliche Klasse bewiesen.

Ihre kämpferische Leistung und die Atmosphäre in der Halle in Wenau haben mich tief beeindruckt und ich bin froh, dabei gewesen zu sein.

  

Die sympathische junge Frau ist im internationalen Boxsport längst auf der höchsten Ebene angekommen und ihre Leistungen lassen noch eine große Karriere erwarten.

Ich freue mich auf noch viele interessante Boxveranstaltungen mit ihr.

 

Aber ich freue mich auch, dass Jessica sich auf lokaler Ebene im sozialen Bereich einbringt. So unterstützt sie bspw. die Aufklärungskampagne „K.O. im Ring, aber nicht im Glas“ des Notrufs für vergewaltigte Frauen und Mädchen. Die Aktion soll junge Frauen auf die Gefahren in Diskotheken und auf Partys aufmerksam machen, die durch K.O.-Tropfen entstehen können.  Informationen zur Kampagne und der aktuellen Situation in Aachen und der Städteregion finden Sie  hier …

 

6. Apr. 2011

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Am vergangenen Wochenende fand in Aachen im Rahmen des Grünen Frauenforums NRW eine Podiumsdiskussion statt zum Thema „Mehr Frauen in die Aufsichtsräte“.
Zu Beginn der Runde konnte ich als Moderatorin der Veranstaltung die kurzfristig hereingekommene Meldung aus Berlin bekannt geben, dass unsere Bundeskanzlerin sich für eine Geschlechterquotierung von 50% !!! ausgesprochen hat. Eine Sensation – aber leider nur ein April-Scherz.

Als Gäste der Diskussionsrunde konnte ich begrüßen:
Barbara Steffens, Emanzipationsministerin NRW;
Merete Wilhelmsen, Gesandte an der Königlich Norwegischen Botschaft in Berlin;
Marion Moss, lange Jahre Gleichstellungsbeauftragte an der RWTH Aachen und
Michael F. Bayer, IHK Aachen, Geschäftsführer des Bereiches Industrie, Technologie, Umweltschutz.

Zu Beginn referierte Frau Wilhelmsen über die Entwicklungen in Norwegen und berichtete darüber, dass Norwegen, trotz der Bedenken vor der gesetzlichen Festschreibung der Quote in Aufsichtsräten, die Umsetzung mit Bravour geschafft  und keinen Schaden genommen hat – im Gegenteil, die Quote tut den Unternehmen, der Wirtschaft und der Gesellschaft gut.

Frau Ministerin Steffens hielt das Argument, es muss eine familienfreundliche und an die beruflichen Erfordernisse angepasste Kinderbetreuung her’, nicht alleine für ausschlaggebend, dass Frauen deutlich unterrepräsentiert sind in den Führungsebenen. Sie sieht es als gewollt an, dass Frauen dort weniger vertreten sind. „Es ist eine Atmosphäre, die Frauen bewusst fernhalten soll.“

Herr Bayer, einziger Mann auf dem Podium und zudem auch einziger Gegner einer Quotenregelung, sieht eine Förderung von Frauen in den Unternehmen und auch einen Wandel der sich vollzieht. Er appellierte für einen Ausbau der Kinderbetreuung staatlicherseits, um die Rahmenbedingungen für Frauen im Beruf zu verbessern.

Marion Moss betonte, dass die freiwillige Selbstverpflichtung  gescheitert ist und jetzt Druck gemacht werden muss. Nur so ist zu erreichen, dass Frauen nicht weiterhin außen vor bleiben. Es wäre blamabel, wenn letztlich von außen über die europäische Ebene eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten eingefordert werden müsste. Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding fordert eine solche gesetzliche Quote, wenn die Selbstverpflichtung in den Mitgliedstaaten nicht greift.

Es war eine lebendige und spannende Diskussion, an der sich die etwa 60 BesucherInnen  rege beteiligten.
Bis auf wenige anders lautende Stimmen war sich die Versammlung einig, dass nur eine Quotierung der Aufsichtsräte zum gewünschten Erfolg führen kann. Auch ich meine, dass die Erfahrung der letzten 10 Jahre gezeigt haben: Eine Selbstverpflichtung reicht nicht aus.

Einen Bericht über die gesamte, zweitägige Veranstaltung des Grünen Frauenforums NRW finden Sie unter hier ….