Klares Votum gegen Fracking

Klares Votum gegen Fracking

In der Ratssitzung am 03.09.14  wurde der GRÜNE Ratsantrag „Verzicht auf Fracking“ behandelt:  Im Antrag fordern wir eine klare Stellungnahme gegen die Pläne unserer niederländischen Nachbarn, Frackingtechnologie zur Energiegewinnung einzusetzen.

Der Stadtrat stimmte diesem Antrag zu. Eine eindeutige Stellungnahme aus Politik und Verwaltung ist ein wichtiges Zeichen, Fracking als Methode zur Energiegewinnung möglichst europaweit zu verhindern.

Die GRÜNEN in der Euregio hatten das Thema im Frühsommer in einer gemeinsamen Initiative ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt, Mustereinwände und Musteranträge zur Verfügung gestellt und Appelle an Politik und Verwaltung gerichtet. Das war eine sehr gelungene Kooperation zwischen deutschen, niederländischen und belgischen GRÜNEN. Die Kooperation über drei Grenzen hinweg hat gut geklappt und wir haben es geschafft, viel Aufmerksamkeit für das Thema zu bekommen.

Die Auswirkungen von Fracking würden naturgemäß ebenfalls nicht an den Grenzen halt machen, sondern wären für alle Anrainerstaaten mit hohem Risiko verbunden. Fracking ist eine unkalkulierbare Technologie. Es werden jede Menge Chemikalien, Millionen Liter Süßwasser und Quarzsand in den Boden gepumpt, um über künstliche Risse Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten zu lösen. Damit einher geht nicht nur das Risiko einer Trinkwasserverschmutzung, sondern etliche andere gefährliche Konsequenzen für die Umwelt. Ich freue mich, dass wir in Stadt und Region mit einer Stimme sprechen gegen Fracking.

 

 

Aachener Friedenspreis am Antikriegstag verliehen

Der diesjährige Aachener Friedenspreis ging an die „Lebenslaute“ und an „Codepink“.

AFP 2014 c

Am 1. September 2014, dem Antikriegstag und in diesem Jahr der Tag, an dem vor 75 Jahren mit dem deutschen Angriff auf Polen der zweite Weltkrieg begann, wurde in der Aula Carolina der Aachener Friedenspreis an die Gruppen Lebenslaute und Codepink verliehen.
Beide Gruppen sind mit unkonventionellen Aktionen im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt.
Die Anerkennung ihrer Arbeit durch die Verleihung des Aachener Friedenspreises ist ein wichtiges Signal für Friedensarbeit.
Der 1.9.2014 war überschattet von den Beschlüssen der Bundesregierung und der Zustimmung des Bundestages zur Waffenlieferung an kurdische Milizen im Nordirak. Das diese Entscheidung am Antikriegstag gefällt wird, ist bizarr und klingt höhnisch. Während in Aachen ein Zeichen für den Erhalt des Friedens gesetzt wird, sind die Signale aus Berlin ganz andere. Wo findet sich da der Wunsch von 70% der Bevölkerung wieder, die gegen diese Waffenlieferungen sind?

Die Laudatorin Gabriele Krone-Schmalz griff in ihrer Rede diese Aspekt auf:
„Heute Morgen im Radio hat eine Kollegin einem Politikwissenschaftler die berechtigte Frage gestellt: was läuft da schief, wenn 70% der Bevölkerung gegen diese Waffenlieferung sind, aber die überwältigende Mehrheit des Bundestages dafür, und die Antwort ihres Gesprächspartners lief darauf hinaus, dass wir in Deutschland schließlich keine direkte Demokratie haben – da läuft also nichts schief – und Abgeordnete und Regierung hätten nun einmal gegenüber der Bevölkerung eines Wissensvorsprung. Das müsse man akzeptieren.“
Und weiter: „Pardon, ich akzeptiere das nicht. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: es sind falsche politische Entscheidungen von denjenigen mit dem unterstellten Wissensvorsprung, die uns alle erst in solche Situationen bringen, in denen der moralische Druck unerträglich wird und in der Frage gipfelt: willst du etwas durch deine pazifistische Gefühlsduselei dazu beitragen, dass unschuldige Menschen abgeschlachtete werden.
Nein, das will ich ganz und gar nicht und jetzt ist es in der Tat im Grunde unmöglich, das Richtige zu tun, es ist die klassische Situation einer Tragödie, man kann sich nicht mehr zwischen richtig und falsch entscheiden, sondern nur noch zwischen falsch und falsch. Aber es wird Zeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen….. Dazu gehört, sich zu informieren, umfassend zu informieren – so gut es geht – sich zu Wort zu melden, friedlich, gewaltfrei und aufrecht Farbe zu bekennen und sich nicht einschüchtern zu lassen….. … In der Wirtschaft kosten falsche Entscheidungen Geld, in der Politik hin und wieder den Frieden. Feindbilder haben in der Geschichte immer eine verheerende Rolle gespielt…… Wer zum Frieden beitragen möchte, muss sich von Entweder-Oder-Positionen verabschieden, es gibt nicht nur gute und Böse, es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, es gibt ganz viel dazwischen. ..… Frieden ist harte Arbeit, die es hin und wieder auch nötig macht, keine Rücksicht darauf zu nehmen, was gerade als political correct gilt oder in den Mainstream passt.“

Ich freue mich über eine gelungene Veranstaltung in der Aula Carolina, mit Preisträgern, in die mit ihrem Engagement den Aachener Friedenspreis mehr als verdient haben und einer Laudatorin, die uns alle mit Ihrer engagierten Rede darin bestärkt, den gewaltfreien Weg, ohne Waffenlieferungen, weiterzugehen.

Die vollständigen Reden der Preisträger, der Laudatorin und des Vorsitzenden des Aachener Friedenspreises können Sie hier nachlesen.

Verleihung des Aachener Friedenspreises am Antikriegstag (01.09.)

Preisverleihung AFP 2014

1. September um 19 Uhr in der Aula Carolina

Preisträger sind CodePink und die Lebenslaute

 

Am 01.09.2014 findet um 19 Uhr in der Aula Carolina die alljährliche Verleihung des Aachener Friedenspreises statt. Der Preis geht in diesem Jahr an CodePink und Lebenslaute.

Das Programm:

17:00 Uhr, DGB-Antikriegstag am Elisenbrunnen
18:00 Uhr, Friedensdemo vom Elisenbrunnen zur Aula Carolina
19:00 Uhr, Verleihung des Aachener Friedenspreises, Aula Carolina
ab 21:00 Uhr, Gemeinsames Feiern in den Räumen der KHG (Pontstraße)

Näheres zum Programm finden Sie  hier im PDF.

Weitere Infos unter www.aachener-friedenspreis.de

 

Schweigemarsch für den Frieden im Nahen Osten

Dem Aufruf von Murat Abu-Tair und der Friedensbewegung waren am vergangenen Samstag etwa 200 Menschen gefolgt, um Flagge gegen Krieg und die andauernde Gewalt in den verschiedenen Kriesengebieten zu zeigen.  Im Nahost-Konflikt sind bereits unzählige Menschen gestorben, 10.000 schwerverletzt und 100.000 auf der Flucht. Alleine in Syrien wurden im Bürgerkrieg bereits 250.000 Menschen getötet. Angesichts dieser Zahlen und der katastrophalen Situation in den Konfliktgebieten, unter der vor allem die Zivilbevölkerung leidet, sind Menschen aller Nationen und Konfessionen aufgerufen, sich für den Frieden zu erheben.

Mir ist es persönlich sehr wichtig für den Frieden einzutreten, dieser ist nicht mit mit Waffenlieferungen zu erreichen, sondern nur mit Friedensverhandlungen. „Es ist ein ernster und trauriger Anlass, der uns zusammengeführt hat. Auch in einer kleinen Stadt wie Aachen sollen Menschen ihr Gesicht für den Frieden zeigen. Syrien, Ukraine oder der Irak sind alles Länder, in denen große Not herrscht. Wir brauchen keine Waffen. Was wir brauchen sind Friedensverhandlungen. Denn die Menschen wollen keine Gewalt und deshalb benötigen wir hier in Deutschland eine starke Politik, bei der in diesem Zusammenhang auch ein Zeichen von Aachen ausgeht“, so mein Aufruf an die Friedensbewegten des Schweigemarsches. Der Applaus der Anwesenden bestärkt mich darin, weiter für den Frieden einzutreten, mit friedlichen Mitteln.

67% der Deutschen sind gegen die Waffenlieferungen und über diesen großen Anteil freue mich sehr. Auch Margot Käsmann hat in einem Interview gesagt, dass sie die geplanten Waffenlieferungen in den Irak für falsch halte. Trotz der Empathie für die Opfer sieht sie nicht, dass dies eine Lösung des Konfliktes bringen kann. Erfahrungen wie Afghanistan und Irak haben dies in der jüngsten Vergangenheit bestätigt.

Am Mittwoch, 27.08.14 wird um 18 Uhr wieder eine Mahnwache am Elisenbrunnen stattfinden, mit dem Thema „Wasserknappheit als Ursache gewaltsamer Konflikte und die aktuelle Situation in Palästina“. Es wird aber auch weiterhin die bekannten Montagsdemos am Elisenbrunnen geben. Ich bin sicher, wir werden immer mehr Menschen, auch in Aachen, die für eine friedliche Lösung der Konflikte auf die Straße gehen.