UNICEF Aachen zum Weltkindertag 2012

„Kinder brauchen Zeit!“ – so lautete das diesjährige Motto von Unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk zum Weltkindertag am 20. September. Damit möchten die Kinderrechtsorganisationen das Recht der Kinder auf Spiel und Freizeit, auf elterliche Fürsorge und auf Beteiligung ins Bewusstsein rücken.

Einer Umfrage zufolge arbeiten Kinder und Jugendliche in Deutschland im Schnitt mehr als 38,5 Stunden pro Woche in oder für die Schule – und damit fast so viel wie Erwachsene in Vollzeitjobs. Ab der 9. Klasse steigt der Zeitaufwand für die Schule sogar auf über 45 Stunden pro Woche. Zeit ist für Kinder heute  ein großes Thema und viele Kinder leiden bereits unter Stress.

Zum Weltkindertag hatten sich im Ratssaal des Aachener Rathauses 90 Schüler von 10 Aachener Schulen zusammengefunden, um ihr Engagement für Mensch und Umwelt vorzustellen und mit dem Oberbürgermeister über Kinderrechte und Mitbestimmung für Kinder zu diskutieren. Eine schöne Veranstaltung finde ich. Wir müssen Kindern Gehör schenken und ihre Anliegen ernst nehmen, denn wir haben die Verantwortung für Ihre Entwicklung und können auch als Erwachsene noch etwas von ihnen lernen.

Aachener Zeitung: 90 Kinder erobern den Ratssaal

Bericht der Aachener Nachrichten zum Weltkindertag im Aachener Rathaus

Hilfe für Syrien

Täglich erreichen uns neue erschreckende Nachrichten, das Leid in Syrien ist unfassbar.

Laut Unicef ist in Syrien jeder 2. Flüchtling ein Kind:

„Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert, und die Kinder trifft es am härtesten. Jeden Tag fliehen tausende Kinder und ihre Familien über die Grenzen in die Nachbarländer Jordanien, Libanon, Türkei und Irak. In Syrien sind jetzt über 2,5 Millionen Menschen von den Kämpfen betroffen. 1,2 Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht – fast die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Die Familien haben oft alles verloren, sind traumatisiert und wissen nicht, wohin.

Auch die in Aachen lebenden Syrer sorgen sich um ihre Familien, Bekannte, Freunde und die Zukunft Syriens. In zahlreichen Veranstaltungen und Demonstrationen in Aachen erleben wir die Betroffenheit. Die Menschen in Syrien brauchen unsere Solidarität, aber auch die Syrer in Aachen sollen wissen, dass wir sie unterstützen.

Meist ist es ein Gefühl der Betroffenheit, Ohnmacht und auch Wut über die nicht enden wollende Gewalt in Syrien. Ich möchte hier zwei Beispiele von in Aachen lebenden Syrern aufgreifen und über ihre Hilfsaktionen berichten:

Der Aachener Arzt und Psychologe Jamal Sobeh reist in seinem Urlaub in die betroffenen Flüchtlingsgebiete und auch illegal nach Syrien, um dort traumatisierten Kindern zu helfen.

Über seine Arbeit in Syrien wurde auch in der WDR Lokalzeit berichtet:

WDR Lokalzeit 17.09.2012 – Syrischer Psychologe aus Krisengebiet zurück

Er hat ein Video in der Stadt Ezaz in Syrien gedreht, einen Tag nach der Bombardierung der Stadt, das uns hautnah die Zerstörung und auch die menschlichen Tragödien zeigt.

http://www.youtube.com/watch?v=OxPeYk3NOwQ&feature=share

Der syrische Arzt Ali Al-Jalloud organisiert einen Hilfstransport in seine Heimat, um Medikamente, Verbandmaterial und andere Hilfsgüter nach Syrien zu bringen. In einem Aufruf in der Aachener Zeitung „Medikamente gegen den Albtraum in Syrien“, vom 18.09.12 schildert er sein Anliegen. Am 30. September soll der erste Hilfstransport starten. Neben Sach-, werden auch Geldspenden entgegen genommen, die wiederum in Medikamente,Verbands- und Desinfektionsmittel investiert werden. Unterstützt wird das Vorhaben von der KHG, der katholischen Hochschulgemeinde in Aachen, die sich als Anlaufstelle (KHG, Pontstraße74-76) für die Spenden (Sach- und Geldspenden) angeboten hat.

Die Berichte aus Syrien lösen bei allen Menschen eine tiefe Betroffenheit aus und lassen immer wieder die Frage aufkommen „Wie lange noch? Wann hat der Albtraum ein Ende?“

Ich möchte auch eine Antwort auf diese Fragen …………

6. Tag der Integration in Aachen

 

Am 2.09. wurde bereits zum 6. Mal der Tag der Integration in Aachen veranstaltet. Es war ein großes interkulturelles Fest im Eurogress an der Monheimsallee.

 

Die Organisatoren hatten ein enormes Angebot an Vielfalt auf die Beine gestellt.

Neben der Information vieler Organisationen, Vereinen, Institutionen, gab es ein reichhaltiges Programm.

Von Musik, Tanz, Theater bis hin zu Kulinarischem  wurde  den Besuchern das Leben der in Aachen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund nahe gebracht.

Der Besucheransturm zeigt das große Interesse an anderen Kulturen und am Thema Integration. Es war ein fröhlicher Tag, der in seiner Vielfalt und im friedlichen Miteinander zeigt, was wir voneinander lernen können.

 

Ausblick:

Für die Veranstaltung im kommenden Jahr wünsche ich mir eine „Woche der Integration“. Diskussionen und Vorträge in der Woche vor dem „Tag der Integration“ können den Rahmen für das interkulturelle Miteinander und das Verständnis geben. Damit wird Inhalten mehr Raum gegeben und ein größerer Stellenwert eingeräumt. Wir können uns breiter aufstellen und aus dem Tag der Integration eine „Woche der Integration“ werden lassen. Diese Veranstaltungen können den Input für das große Fest am Sonntag, dem  krönenden Abschluss geben.

Aachener Nachrichten zum Tag der Integration