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29. Mrz. 2011

Der iranische Kulturverein Rahaward in Aachen hatte zum 100. internationalen Frauentag ein Konzert mit einer bekannten iranischen Künstlerin organisiert.

Zuvor sparch Kerstin Müller MdB zum Thema Frauen und Menschenrechte. Mein Grußwort zu dieser Veranstaltung finden Sie ab 3:34

29. Mrz. 2011

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Am vergangenen Wochenende sind in Deutschland 250.000 Menschen auf die Straße gegangen um für die Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke zu demonstrieren. So viele wie nie zuvor. Eine Viertel Million Menschen haben ein machtvolles Zeichen gesetzt und unseren Regierenden gezeigt, dass diese auf dem falschen Dampfer sind.

In Deutschland gibt es die stärkste Anti-Atomkraft-Bewegung der Welt und ein „Erneuerbare Energien Gesetz“, das mittlerweile in über 50 Staaten exportiert wurde. Die jetzt abgeschalteten Reaktoren dürfen nicht mehr ans Netz gehen, die Laufzeitverlängerung muss rückgängig gemacht werden und mit einem schnellen weiteren Ausbau der Alternativen Energien ist ein kompletter Ausstieg aus der Atomenergie unabdingbar.

Angesichts der menschlichen Tragödie in Japan ist unser Protest umso fordernder.
In Japan folgte auf die Naturkatastrophe eine technische Katastrophe, deren Ausmaß auch nach mehr als 2 Wochen noch nicht abzusehen ist. Die Nachrichten lassen immer noch das Schlimmste befürchten, selbst die japanische Regierung spricht von einer unberechenbaren Situation. Die Katastrophe von Fukushima zeigt eines in aller Deutlichkeit: Kein Atomkraftwerk ist weltweit vor einer Kernschmelze gefeit, auch in Deutschland nicht. Wir können dieses Risiko nur durch Stilllegung der Atomkraftwerke mindern. Und dafür werden wir auch weiter auf die Straße gehen.

Die Bundesregierung hat ein dreimonatiges Moratorium beschlossen und wollte damit ihren Handlungswillen zeigen. Was von diesem Handlungswillen der Regierung zu halten ist, hat uns jedoch Herr Wirtschaftsminister Brüderle vergangene Woche bei einer Veranstaltung BDI (Bund deutscher Industrie) gesagt. (dazu Bericht aus dem Spiegel)

Zeigen wir weiter unseren Protest, denn jetzt heißt es dran bleiben.
Ende April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 25sten Mal und ganz aktuell: Fukushima – wir sollten daraus lernen!

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17. Mrz. 2011

 flyer-150x150Die Nachrichten aus Japan machen fassungslos und auch wütend. Nach der Tsunami-Katastrophe folgt für die Menschen in Japan zusätzlich das atomare Desaster, dessen Ausmaß noch nicht  feststeht. Auch meine Gedanken sind bei den Menschen in Japan, deren Leid und den schmerzlichen Verlusten von Familienmitgliedern und Freunden.
Klimaschutz und der Erhalt unserer Erde für die nachfolgenden Generationen ist für uns Grüne schon immer ein sehr wichtiges Thema. Viele Staaten setzen bei der Energieerzeugung auf Kernenergie. Die Katastrophe von Fukushima zeigt eines in aller Deutlichkeit: Kein Atomkraftwerke ist weltweit ganz sicher, auch in Deutschland nicht. Damit wird auch bei uns endlich eine andere Debatte um die Sicherheit von AKWs und der Energieerzeugung geführt.
Der Umgang mit Kernenergie wird nun endlich kritischer bewertet, selbst die Bundesregierung scheint umzudenken. Erst Tschernobyl, jetzt Fukushima, ganz zu schweigen von den vielen „kleineren“ Störfällen in Kernkraftwerken weltweit – es ist wie ein Albtraum, aber leider schreckliche Realität. 

Die Frage der Windkraftnutzung in diese Katastrophe  mit einzubringen ist nicht einfach, aber für mich steht es doch im Zusammenhang.
Die Stadt Aachen möchte die Windkraftnutzung ausbauen, um ihre Klimaschutzziele zu erreichen und ihren Beitrag zur CO2-Reduzierung zu leisten. Sie sucht derzeit geeignete Gebiete für den Bau von Windkraftanlagen. Eine der zu prüfenden Flächen liegt im Münsterwald an der Himmelsleiter, kurz vor der Gemeindegrenze von Roetgen. Die Grünen in Aachen und Roetgen hatten sich gewünscht, dass dies ein gemeinsames Projekt wird, ein Gemeindegrenzen überschreitender Windpark. Mit nur 2 Windrädern der angedachten Größe wäre Roetgen eine Gemeinde, die ihren Strombedarf zu 100% aus Ökostrom deckt.   Der Gesetzgeber hat vor die Ausweisung von Windkraftzonen eine sorgfältige Prüfung aller Gegebenheiten gesetzt, um alle Belange – Flora, Fauna und Mensch – einzubeziehen. Bereits in dieser Untersuchungsphase  kommt aus der Bevölkerung in Roetgen und den südlichen Stadtteilen Aachens starker Gegenwind zu diesem Projekt.
Katastrophen regen die Menschen zum Nachdenken an. Japan sollte für uns auch Anlass sein über unser eigenes Verhalten nachzudenken, Lebensstandard und damit verbunden auch der eigene Energieverbrauch. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist in den vergangenen Jahren gestiegen und der Strom kommt eben nicht nur aus der Steckdose, sondern muss erzeugt werden. Nachdenken sollten wir auch über die Art der Energieerzeugung und was dies für uns, aber auch für die globale Welt bedeutet.
Wir müssen verantwortlich mit unserer Welt umgehen, um diese auch für unsere Kinder lebenswert zu erhalten, dazu gehört auch der Münsterwald.

Unsere Zukunft kann nur in einem weiteren Ausbau der regenerativen Energien liegen. Dazu gehört auch die Möglichkeit einer Windenergiezone im Münsterwald.Sollten Gutachten ergeben, dass dort die Ausweisung einer Windkraftzone möglich ist, werden wir sehr verantwortlich mit den Gegebenheiten im Münsterwald umgehen. Von platt machen des Waldes kann keine Rede sein, aber es gehört gerade in der Diskussion um die „Schönheit“ von Windrädern auch eine globale Betrachtungsweise und die klimatischen Probleme dazu. Ich habe den Eindruck, dass in der Diskussion um den möglichen Windpark-Standort im Münsterwald viele Informationen kursieren,  die falsch oder nur teilweise richtig sind.
Die Grünen haben Fakten und Hintergründe zu diesem Projekt in einer Broschüre zusammengetragen.

Unter   http://windpark-himmelsleiter.de  finden Sie Informationen dazu.

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